Plakat_Auweia_A3-1„Mir ging es mal gut, da ich so lachen konnte!“, sagt ein Kind Wochen später in der Erinnerung an die Schulaufführung der drei clownesken Figuren, die im Stück Au Weia ! die fixen Stigmatisierungen von Besserwissern und Dummköpfen aufbrechen, und bringt damit auf den Punkt, was Clownerie macht: Sie schenkt Lachen und damit Entspannung und Befreiung auf individueller Ebene, darüber hinaus schafft sie Verbindung zwischen verschiedenen Welten, besonders zwischen Kindern und Erwachsenen.
Speziell im Kontext Schule, in dem vorwiegend Erwachsene vorgeben, was falsch und richtig, gut und schlecht, genügend und ungenügend ist, und in dem alle gleichermaßen versuchen, dem Druck des Könnens und Aufgaben Erfüllens Stand zu halten sowie bloß keine Fehler zu machen, kommen Kinder in Not.
Hier setzt die Compagnie AU WEIA an: Curoline, die Lehrerin, die den Kindern im Publikum ein Lied beibringen will, sowie der Streber Herr Weissbesser und der vermeintliche Dummkopf Rainer, die sie dabei unterstützen sollen, spielen auf der gesamten Klaviatur der hierarchischen Verhaltensregeln beim Versuch, Ordnung, Probenatmosphäre und Genauigkeit in der Ausführung herzustellen. Musikinstrumente und Mikrofone kommen hierbei zum Einsatz sowie Bewegungsabläufe, die gelernt werden oder die Lehrerin beeindrucken sollen. Diese gibt vor und sagt an, der Streber weiß alles besser und bekommt dafür Lob, der Dummkopf kapiert und kann es nicht und handelt sich dafür Schelte und Häme ein.